Zeittafel zur Entstehung der Dorfkirche

799

Erste Erwähnung des Ortes "Hishereshausen", Abtei Fulda

 

1354

Glockeninschrift dokumentiert erste Dorfkirche, hl. Bonifatius

 

1473

Eingliederung in das Bistum Würzburg, Urpfarrei Untereßfeld

 

22.02.1590

Bischof Julius Echter gründet eigene Pfarrei Eyershausen

 

1590

Erster Pfarrer: Melchior Sang

 

1610

Erste Kirchen-Restauration, spitzer Turmhelm entsteht

 

1700-1703

Ausstattung der Kirche mit Barockaltären

 

1737

Ein heiliges Grab wurde bereits gefertigt

 

1749

Pfarrer Georg Michael Mötzel treibt Kirchenneubau voran

 

1750

Kirchenneubau:

 

 

Bauherr Johann Müller (Arnstein) für das Büro Balthasar Neumanns

 
 

Die Gemeinde bezieht das Holz aus dem eigenen Wald,

 
 

die Steine aus ihrem Steinbruch und übernimmt einen Teil

 
 

des Baumeister-Honorars, die Baulast am Turm sowie die

 
 

Kosten für Orgel und Turmuhr.

 

1752

Einlegen der alten Kirche nach Abtragen von Orgel und Hochaltar

 

1753

Decken- und Chorfresko von Georg Anton Urlaub

 
 

Putz- und Stuckarbeiten von Bernhard Hellmuth, Untereßfeld

 

23.08.1754

Einweihung des Neubaus durch Bischof Daniel Antonius von Gebsattel

 

1753 & 1763

Pfarrer Mötzel leiht 1300 Gulden zur Innenausstattung

 

1755 & 1756

Auftrag für den neuen Hochaltar an Johann Joseph Keßler, Königshofen

 
 

Schreinerarbeiten durch Johann Valentin Weber, Werneck

 

1759

Fertigstellen der 2 Apostelskulpturen durch Johann Michael Herbig

 

1760

Auftrag für die beiden Seitenaltäre und die Kanzel an Weber

 

 

Auftrag für die Seitenaltar-Skulpturen an Michael Herbig

 

1761

Auftrag zur Neuanfertigung der Altarblätter an Johann Peter Herrlein

 

 

Finanzielle Unterstützung durch Johann Matthäus Schumann.

 
 

Mit bewundernswerter Geduld schmückten die Bürger die ohne

 

 

Altarbild noch unvollständige Kirche weiter aus.

 

02.11.1763

Auftrag für das Hochaltarbild an Johann Peter Herrlein

 

1764

Auftrag zum Erstellen der 12 Apostel-Bildnisse an Herrlein

 
 

Fertigstellen des Hochaltars durch die Werkstatt Keßlers

 

1765

Verschiedene Arbeiten von Johann Caspar Hippeli, Neustadt/Saale

 

1766

Johann Caspar Hippeli fertigt 4 weitere Figuren u.a. hl. Wendelin

 

1768-1769

Johann Caspar Dürbeck, Trappstadt, fertigt u.a. die Beichtstühle

 

1770

Anstrich von Empore, "Bodenkirch" und Kommunionbank

 

06.11.1772

Weggang von Pfarrer Mötzel

 

1772

Nachfolger: Pfarrer Johann Michael Andreas Fischer

 

1777

Bildhauer Karl Albert, Gabolshausen, ergänzt den Hochaltar um

 

 

die beiden Erzengel-Figuren von Michael und Raffael.

 

1781

Vertrag mit dem Künstler Johann Geiger, Höchstetten zur

 
 

Marmorierung von Altar, Kanzel, Orgel, Säulen...

 

1792-1793

Maler Joh. Kaspar Schirmer, Königsh., arbeitet an Kreuzwegstationen

 

1798

Schirmer und Obermeier, Königsh., arbeiten an neuem hl. Grab

 

 

Vollendung des Neubaus der Rokokokirche Eyershausen

 

1904

Konservator Alois Müller, München, attestiert der Kirche

 

 

St. Wendelin einenschlechten Zustand

 

1909

Eulogius Böhler restauriert Fresken Urlaubs und übermalt teilweise.

 

1955

Restaurator Ludwig Gramberger, Würzburg, nimmt Übermalungen

 

 

Böhlers wieder ab.

 

1972

Kirchenrestaurierung

 

1994-1995

Neuerliche Kirchenrenovierung

 

 

Volksaltar und Ambo entworfen von Dr. Jürgen Lenssen, Domkapitular

 
   

Genaueres zum Thema "Pfarrkirche St. Wendelin Eyershausen" kann im Heft "Renovatio N° 4" nachgelesen werden.

Der vom Kunstreferat der Diözese herausgegebene 70seitige Band der Reihe "Renovatio" befaßt sich mit der renovierten Pfarrkirche St. Wendelin. Autorin ist neben Dr. Jürgen Lenssen, Bau- und Kunstreferent der Diözese Würzburg, die Kunsthistorikerin Dr. Annette Faber, Gebietsreferentin im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege für den Bereich östliches Unterfranken. Dargestellt wird unter anderem die Baugeschichte der barocken Kirche in Eyershausen, von den ersten Zeichnungen bis zur Fertigstellung. Weitere Beiträge widmen sich den Kunstwerken der Kirchenmaler Johann Peter Herrlein, Georg Anton Urlaub und des Barockbildhauers Johann Joseph Keßler. Die liturgische Neuausstattung erläutert Lenssen in einem eigenen Artikel. Eyershausen ist nach Kleinbardorf und Breitensee die dritte Kirche im Grabfeld, die in der bisher vierteiligen Reihe "Renovatio" vorgestellt wird. Gerade in dieser Region bestehe eine Dichte an Kirchen und Kunstschätzen, die in der Diözese einmalig sei, sagte Lenssen. - Der Band "St. Wendelin Eyershausen" ist erhältlich beim diözesanen Kunstreferat, Domerschulstr. 2, 97070 Würzburg, Tel. 0931/386 261.

Des Weiteren kann der Band bei m Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg erworben werden.