Weihnacht

 

Weihnacht, strahlende Zeit,

überall Lichter, manchmal verschneit.

 

Menschen die hetzen, rennen und jagen,

viele Geschenke und Speisen heimtragen:

 

Für Oma einen Seidenschal,

fürs Nichtchen einen Gummiwal.

Für Philipp ein Computerspiel

Für Opa Zigarren, der braucht nicht mehr viel.

Für Papa Hemd,Krawatte und Socken;

plus die geliebten Schokoflocken.

Mama kriegt eine Entspannungs-CD;

gegen das jährliche Festtagskopfweh.

 

Gänsebraten, Parmaschinken.

Dazu das passende zum Trinken

Kaviar, Pastete, geräucherten Fisch,

Dekoration für den Festtagstisch.

 

Da hat man seine liebe Not,

beim Kampf ums nicht alltäglich Brot.

 

Es fehlt ein neuer Christbaumständer,

Geschenkpapier und gold’ne Bänder.

 

Eigentlich wär‘ es die stille Zeit,

davon keine Spur, nicht weit und breit.

 

Alle lieben Traditionen

leider nicht die Nerven schonen:

Die Lichterketten rund ums Haus,

die Feier mit dem Nikolaus.

Adventskonzerte, Adventsbasar,

Karten Schreiben zum Neujahr.

Plätzchen backen und auch Stollen.

Beim Gärtner einen Christbaum holen.

 

Weihnachtsfeier in der Firma und mit dem Verein;

Oft kostet das den Führerschein


Leben nur noch nach der Uhr,

von Besinnung keine Spur.

 

Dann endlich kommt der große Tag,

an dem das Kind in der Krippe lag.

 

Jeder fällt müd‘ aufs Kanapee;

Draußen fällt ganz leise Schnee;

deckt die ganze Hektik zu

und die arme Seel‘ hat Ruh!

 

Erika Jeger