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Johannes Volz mit 66 Jahren gestorben

Johannes Volz,
 hier im Juni vergangenen Jahres,
 wurde am Mittwoch beigesetzt.
Foto: Hanns Friedrich | Johannes Volz, hier im Juni vergangenen Jahres, wurde am Mittwoch beigesetzt.

Im Alter von 66 Jahren ist in Eyershausen Johannes Volz gestorben. Er wurde am Mittwoch auf dem Ortsfriedhof beigesetzt. Pfarrvikar Paul Mutume bezeichnete ihn als einen liebevollen und einfühlsamen Familienvater, einen naturverbundenen Menschen und begeisterten Luftsportler. Das zeigte sich auch bei der Beisetzung am Friedhof Eyershausen, als dort ein Motorsegler des Flugsportvereins Grabfeld aus Saal mit einem Trauerflor das Grab überflog. Um ihn trauern seine Frau Claudia sowie seine Zwillinge Susanne und Thomas ebenso wie die Enkelkinder, seine Schwester Erika und Bruder Peter. Pfarrvikar Paul Mutume sagte, dass der Verstorbene ein treuer, zuverlässiger und zielstrebiger Mann, Familienvater und Freund war.

 

Erfolgreicher Fallschirmspringer

Der Luftsport, sowohl in der Fliegerei als auch beim Fallschirmspringen war neben der Jagd sein großes Hobby. Bekannt war er in Bad Königshofen unter anderem als Stadtkanonier und für sein Engagement bei der 1250 Jahrfeier 1991. Aktiv eingebunden war Johannes Volz in die Interessengemeinschaft Denkmalpflege Eyershausen. 2005 hatte er die Idee für eine Spruchtafel und ein passendes, kurzes Gedicht. 1977 wurde er als Sportler des Jahres auf Grund seiner Erfolge beim Fallschirmspringen ausgezeichnet.  Zahlreiche große Erfolge auf bayerischer und internationaler Ebene waren der Grund dafür. So war er unter anderem Bayerischer Meister im Fallschirm-Zielspringen.

Seine Begeisterung für den Flugsport ist auf seinen Vater Erwin zurück zu führen, der mit ihm zunächst Modellflugzeuge bastelte und ihn dann mit zum Flugsportverein Grabfeld in Saal nahm. Hier machte er auch seinen  Flugschein und widmete sich anschließend dem Fallschirmspringen auf dem nahen Haßfurter Flugplatz. Seine zweite große Leidenschaft gehörte der Jagd und der Natur. Er wurde als „bester Wildschweinjäger im Grabfeldgau“ bekannt. Nach der Grenzöffnung hatte er eine Jagdhütte im thüringischen Linden.

Vielfältige Aktivitäten

Johannes Volz wurde 1954 in Königshofen geboren, ging hier zur Schule und begann 1971 eine Lehre als technischer Zeichner bei der Firma Klaus Derleth in Königshofen. 1974 absolvierte er seine Bundeswehrzeit in Hammelburg und wechselte 1978 als Technischer Angestellter zur Stadt Bad Königshofen.  Neben Modell-Segelflug und Fallschirmspringen gehörten Parasailing, Wanderreiten, Windsurfen und Angeln zu seinen Hobbies. Er war begeistertes Mitglied bei den Jagdhornbläsern und Veranstalter zahlreicher Treib- und Hubertusjagden. Als Hundeausbilder und Bienenzüchter machte er sich weiterhin einen Namen. Johannes Volz war als exzellenter Wurstmacher und Räucherexperte ebenso bekannt, wie er Vorstand der Hegegemeinschaft Gleichberg war.

Besondere Augenblicke für ihn waren ganz sicher sein erster Alleinflug im Jahr 1970 in Saal an der Saale, der Einzug in das selbst geplante Holzhaus in Eyershausen 1982, natürlich die Hochzeit mit seiner Frau Claudia, sagte Pfarrvikar Paul Mutume bei der Beisetzung am Friedhof Eyershausen. Eine schwere Krankheit führte dazu, dass Volz in den vergangenen Jahre auf den Rollstuhl angewiesen war.

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