Was der Kreuzberg für die Franken, ist der Lahnberg für die Eyershäuser.

 

Am 11.6.2011 wurde Aussichtspunkt übergeben.

Eine Prozession der Kirchengemeinde Eyershausen hatte den Lahnberg zum Ziel.

Nach dem Gottesdienst durch Pfarrer Feser wurde der Aussichtspunkt übergeben.

Bürgermeister Helbling freute sich, dass dieser Aussichtspunkt jetzt übergeben werden kann.

Er dankte dem Naturpark Haßberge, H. Michael Katzenberger und Stadtrat Sebald für die geleistete Arbeit.

 

Winfried Seufert, Geschäftsfüher Naturpark Haßberge, bedankte sich bei Philipp Sebald

für die gute Idee diesen schönen Platz wieder freizulegen und als Aussichtspunkt zu nutzen. Das Schutzhäuschen und die Infotafeln wurden mit ca. 3.000,-- Euro bezuschusst.

Stadtrat Philipp Sebald dankte der Stadt Bad Königshofen und Bürgermeister Helbling

für die Erstellung und dem Jagdpächter Rolf Hebborn für die großzügige Spende.

Die Infotafeln und die Bilder haben viel Vorbereitungszeit  in Anspruch genommen.

Aber der Aufwand habe sich gelohnt.

Im Gipfelbuch (von Rudi Werner gepflegt) finden sich sehr viele Einträge

von zufriedenen Besuchern, hier einige Auszüge:

Es ist herrlich wieder einmal hier zu stehen, Heimat bleibt Heimat, dem Schöpfer sei dank.

 

Wir sitzen hier bei herrlicher Natur und wunderschöner Aussicht und genießen die Schönheit der Natur.   Gott, das schaffst nur du allein.

 

War das erste Mal hier, dabei ist es so wunderschön hier, wir kommen wieder.

 

Zwei Münchner zu Besuch und genießen den herrlichen Blick nach Eyershausen.

Mein Gott wie schön ist diese Welt. Eine wunderbare Aussicht bei herrlichen Sonnenschein.

 

Berge und Täler preisen den Herren. Herr hilf uns damit wir diese gute Schöpfung bewahren und schützen. Der Lahnberg ist einer der schönsten Plätze um auf die Heimat zu sehen.

 

Dieser Ort ist perfekt um sich für alles zu bedanken.

Wir sollten diesen wunderschönen Ort hegen und pflegen damit wir

noch viele schöne Stunden hier verbringen können.

 

14.06.2011 Bilder und Text: Philipp Sebald


Informationstafeln am Lahnberg
 

Tafel 1     Rechtlerwald Eyershausen

 

Das hätten sich die Eyershäuser Holzrechtler vor 20 Jahren nicht träumen lassen. Ihre traditionelle Art der Waldbewirtschaftung, einst als Kahlschlag geschmäht und von den Behörden kritisch beobachtet, ist mit dem Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung ausgezeichnet worden. Ein Preis des bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten, der sich zwar nicht in Cent und Euro, sondern lediglich mit Medaille und Urkunde bemerkbar macht. Und dennoch stärkt er den Eyershäuser Holzrechtlern gehörig den Rücken. Ihre Art der Holzbewirtschaftung, die seit mindestens 600 Jahren so betrieben wird, erhielt nach höchster fachlicher Begutachtung Bestnoten was den Artenschutz und den Erhalt der Vielfalt des Waldes angeht.
Auf 237 Hektar pflegen rund 130 Rechtler diese historische Form der Mittelwaldwirtschaft. „Und das erfreulich rege und konsequent",
Im ca. 25-jährigen Umtrieb werden die Rechtler-Wälder bearbeitet. Das heißt, dass so ein Rechtlerholz alle ca.25 Jahre geschlagen wird. „Die Holzrechtler nehmen die in einem Vierteljahrhundert nachgewachsenen Stockaustriebe weg, lassen aber genügend Bäume stehen, so dass ein lichter Wald erhalten bleibt".
Für den Wald bedeutet dies, dass sich in diesen so genannten „lichten Wäldern" Pflanzen halten können, die in Hochwäldern, die in erster Linie ertragsorientiert sein müssen, keine Chance mehr haben. Würde man das Rechtlerholz sich selbst überlassen, wären die Kronen auch bald zu dicht, um genügend Licht für diesen Pflanzenreichtum auf den Waldboden durchkommen zu lassen.
Von seltenen Ziegenmelker über die Arnika bis hin zur borstigen Glockenblume oder das schmalblättrige Lungenkraut sind in Rechtlerwäldern erstaunlich viele Vogel und Pflanzenarten zu finden, die man in dieser Vielfalt gar nicht mehr erwartet hätte. Im Eyershäuser Rechtlerwald seien zum Beispiel vier verschiedene Spechtarten zu beobachten.
„Diese fast schon museale Form der Waldwirtschaft ist sehr wichtig für die Artenvielfalt. Die Vögel und Pflanzen würden buchstäblich den beim Umtrieb entstehenden Lichtungen hinter herziehen. „lm Frühjahr ist der Rechtlernwald der am schönsten blühende, denn dort sind auch wilde Birnen, Kirschen und andere, auch recht seltene Baumarten, zu finden",
Nicht nur der Naturschutz funktioniert im Rechtlerwald vorbildlich. Diese Form der Mittelwaldwirtschaft kommt auch ohne einen Cent staatlichen Zuschusses aus. Und mehr noch. Die Verjüngung und Durchforstung des Waldes wird sozusagen von den Rechtlern kostenlos erledigt, die Stadt muss mal abgesehen von den Nebenkosten (Grundsteuer, Erhalt der Wege etc.) nur noch zur Holzernte antreten und die für sie attraktiven Stämme, die bei den 25-jährigen Umtrieben jeweils stehen gelassen wurden, ernten.
Bayernweit gesehen bewegt sich die Größe der von Rechtlern bearbeiteten Waldfläche im Promillebereich. Gerade deshalb ist es wichtig, diese historische Form der Waldwirtschaft zu erhalten. Eine Waldwirtschaft, die überigens vor Jahrhunderten nicht aus ökologischen Gründen geboren wurde. „Die Rechtler haben sich nur so viel aus dem Wald genommen, wie sie gebraucht haben, aber auch immer genügend stehen lassen, um den Wald in seinem Bestand nicht zu gefährden. Holz für die Häuser und die Öfen, Rinde zum Gerben und Reisig für die Backöfen waren natürliche Rohstoffe, die aus dem Wald geholt wurden.
Das System des Rechtlerholzes funktioniert nur, solange die Bürger auf deren Anwesen ein Holzrecht ist dieses auch mit Leben erfüllen. Das Prinzip der Nachhaltigkeit, welchem sich die Forstwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten wieder verstärkt verpflichtet fühlt, wird im Rechtlerwäldern Eyershausen traditionell und in Reinkultur gelebt.

Für die Holzrechtler Eyershausen, Ph.Sebald 1.Vors. 2009

 

 Steinbruch bei Eyershausen

Artikel vom 11.5.2012

Tolles Ambiente beim Steinbruchsingen in Eyershausen

Eyershausen (vos)

Ein voller Erfolg war das erste Steinbruchsingen im Bad Königshöfer Stadtteil Eyershausen. Bei sommerlichen Temperaturen begrüßte der Vorsitzende des Sängerkranzes Eyershausen die zahlreichen Gäste. Das Ambiente mitten im Steinbruch hätte für eine Veranstaltung dieser Art sicher nicht schöner sein können. Nach der kurzen Einführung erläuterte Schüller kurz einige Daten zu diesem herrlichen Fleckchen Erde (wir berichteten). Die Zuhörer saßen meist schattig auf den Bänken und lauschten den Darbietungen des Sängerkranzes und der beiden Gastchöre, dem Chor der Jungen Kantorei Sulzdorf unter der Leitung von Ulrike Spielmann und dem Chor Taktzente unter der Stabführung der Eyershäuserin Franziska Bauer. Altes Liedgut, moderne Stücke, flottes und ruhiges wurde von den Chören in der etwa einstündigen Gesangsdarbietung geboten. Neben den Gästen sah man auch bei den siebzig Sängerinnen und Sängern den Spaß an dieser Veranstaltung an. Besonders das außergewöhnliche, dass sich der Sängerkranz mit diesem Platz im Steinbruch ausgesucht hatte war etwas sehr mutiges. Sehr viel Aufwand wurde betrieben um diesen Ort wieder zugänglich zu machen und es ist natürlich auch mit viel Einsatz der Mitglieder des Sängerkranzes Eyershausen verbunden dieses gemeinsame Singen auszurichten. Nachdem der Wettergott perfektes Wetter zu dieser Veranstaltung geschickt hatte, waren sowohl die Gäste als auch der Ausrichter rundum zufrieden mit diesem Sonntag.

Volker Schmid SC 91465